Wein richtig einschenken – ein paar Grundregeln
Man holt die Flasche aus dem Kühlschrank, zieht den Korken raus, schenkt die Gläser voll und Prost! ??? Knigge würde lautstark protestieren. Nein, ganz sicher schenkt man so keinen Wein ein. Schon gar nicht, wenn es sich um einen Qualitätswein oder ein richtig gutes Tröpfchen handelt.
Das Wein-Einschenken beginnt schon Stunden früher, nämlich damit, den richtigen Wein – je nach Anlass, Mahlzeit oder Vorlieben – auszuwählen und auf die richtige Temperatur zu bringen. Der Kühlschrank ist meist nur im Sommer für Weißweine die richtige Kühlmethode. Dann wählt man die passenden Gläser: für Weißwein und Rosé werden kleinere tulpenförmige Gläser gewählt; ein Rotwein, der sich mehr entfalten muss, sollte in ein größeres bauchiges Glas eingeschenkt werden.
Wie man nun ganz elegant und ohne ein Tröpfchen zu verschütten den Wein ins Glas bekommt, kann man z. B. von den Kellnern im Hotel Walsrode lernen. Zunächst wird die Flasche immer am Tisch, im Beisein der Gäste geöffnet. Dann wischt man die Flaschenöffnung ab und schenkt dann dem Gastgeber oder einem der anderen Gäste ca. ½ cm Wein zum Probieren ein. Stimmt der Vorkoster zu, wird dann zunächst den Damen, dann den Herren und zuletzt dem Vorkoster eingeschenkt. Dabei werden die Gläser höchstens zu 1/3 gefüllt, damit sich der Wein im Glas besser entfalten kann. Und nicht wie in der Fischerkneipe bei unserem letzten Urlaub auf Usedom, wo man uns die Gläser bis 1 cm unter den Rand gefüllt hat. Das war sicherlich nur gut gemeint, doch beweist dies, dass der Einschenker sicherlich kein Weinkenner ist, sondern eher ein Trunkenbold.
Erstellt in Der Versand am 10. April 2012 | Keine Kommentare »