Fischgericht und Wein
Geschmacklich gehören Fisch und Wein zusammen und bilden das perfekte Genussverhältnis. Traditionell galt bisher: Weißes Fleisch oder Fisch – weißer Wein. Die moderne Küche bietet inzwischen eine Vielfalt an geschmacklichen Variationen, so dass durchaus ein Rotwein ein Zeichen des guten Geschmacks in der Fischküche sein kann.
Entscheidend ist die Zubereitung
Da Fische aus dem Atlantik und dem Mittelmeer verhältnismäßig geschmacksintensiv sind, bilden sie zu einem frischen jungen Rotwein das ideale Gegengewicht. Sofern der Fisch an der direkt Gräte zubereitet (also im Ganzen) und das Fleisch vor der Zubereitung nicht ausgelöst wird, ist das Fischgericht saftiger und kräftiger. Hier passt tatsächlich eher ein Rotwein mit geringen Gerbstoffen als ein Weißwein dazu. Auch zu gebratenem Fisch mit Röstaromen passt eher der Rote. Wird das Fischgericht mit einer leichten Weißwein-Sauce serviert, sollte man hierbei auch bleiben. Wird die Sauce dagegen kräftig gewürzt, ist auch ein Rotwein gelungene Kombination.
Fisch ist nicht gleich Fisch
Zu einem geräucherten Lachs oder Räucherfisch passt hervorragend ein Spätburgunder. Zu Süßwasserfischen, die ein sehr feines Aroma haben, passt eher ein leichter fruchtiger Weißwein. Die Geschmacksaromen sollen sich beim Genießen ja verbinden und nicht gegenseitig überlagern. Deftige Fischsuppen harmonieren bestens mit einem kräftigeren Rotwein. Zu gegrillten Doraden passt wiederum ein junger trockener Roter. Krusten- und Schalentiere haben durch ihren Eiweißgehalt einen leicht süßlichen Geschmack. Außer bei den eher kräftig schmeckenden Hummern oder gegrillten Scampis ist ein Weißwein zu empfehlen. Bei Sushi-Gerichten ist hingegen immer ein Weißwein zu reichen.
Wein ist nicht gleich Wein
Weißwein sollte gekühlt serviert werden. Er ist vergleichsweise säurehaltiger als Rotwein und die Temperatur sollte zwischen 9 und 12 Grad Celsius liegen. Die Aromen des Rotweines entfalten sich dagegen ab einer Temperatur von 15 Grad Celsius. Ein Fischgericht mit dem passenden Wein ist ein Gaumenschmaus der Superlative.
Erstellt in Allgemein am 19. Juli 2011 | Keine Kommentare »